Zwischen Duldungspolitik und Verbrechensbekämpfung : Homosexuellenverfolgung durch die Berliner Polizei von 1848 bis 1933

J. Dobler

Homosexualität war in Deutschland die längste Zeit verboten. Da das Verbot in einem Strafgesetz fixiert war, war die Kriminalpolizei für die Verfolgung der Homosexuellen zuständig. Im Mittelpunkt der Arbeit steht der polizeiliche Umgang mit diesem Arbeitsgebiet: die Überwachung, Registrierung und Fahndung, die Einflüsse der Kriminologie, die Inhalte der polizeilichen Aus- und Fortbildung sowie die Bedeutung der Zensur so genannter unsittlicher Schriften. Intensiv wird die Arbeit des Homosexuellendezernates der Kriminalpolizei und seiner jeweiligen Leiter geschildert, die Einflüsse zeithistorischer Ereignisse und der verschiedenen Interessengruppen, die Verschärfungen oder Erleichterungen in der Verfolgung Homosexueller zu erreichen suchten. Bemerkenswert für Berlin ist, dass das Homosexuellendezernat als Verfolgungsinstanz schließlich mit der homosexuellen Emanzipationsbewegung zusammenarbeitete und für einen langen Zeitraum eine Duldungspolitik einleitete. Gleichzeitig bietet die Arbeit einen genauen Einblick in die Entwicklung der Berliner Kriminalpolizei generell und leistet somit einen nicht unerheblichen Beitrag zur Polizeigeschichte zwischen 1848 und 1933.

praktische informatie

ISBN Nummer
3866760418
Boekcode
IHLIA Homodok cat. (doble/zwi) b # ODE6 niet uitleenbaar
Taal publicatie
ger [Duits]
Hoofdtitel
Zwischen Duldungspolitik und Verbrechensbekämpfung : Homosexuellenverfolgung durch die Berliner Polizei von 1848 bis 1933
Algemene materiaalaanduiding
2 [Boek]
Eerste verantwoordelijke
Jens Dobler
Plaats van uitgave
Frankfurt
Jaar van uitgave
2008
Pagina's
618 p
Volume
Bd. 1
Auteur Achternaam
Dobler
Auteur Voornaam
J.
Opmerkingen - Tekst
Tevens proefschrift: Technische Universität Berlin, 2008 D83. - Bibliogr.: p. 562-604, Vindplaats recensie: Invertito, (2009) 11, p. 150-154. - Lambda Nachrichten, 31 (2009) 132, p. 52
Samenvatting - Tekst
Homosexualität war in Deutschland die längste Zeit verboten. Da das Verbot in einem Strafgesetz fixiert war, war die Kriminalpolizei für die Verfolgung der Homosexuellen zuständig. Im Mittelpunkt der Arbeit steht der polizeiliche Umgang mit diesem Arbeitsgebiet: die Überwachung, Registrierung und Fahndung, die Einflüsse der Kriminologie, die Inhalte der polizeilichen Aus- und Fortbildung sowie die Bedeutung der Zensur so genannter unsittlicher Schriften. Intensiv wird die Arbeit des Homosexuellendezernates der Kriminalpolizei und seiner jeweiligen Leiter geschildert, die Einflüsse zeithistorischer Ereignisse und der verschiedenen Interessengruppen, die Verschärfungen oder Erleichterungen in der Verfolgung Homosexueller zu erreichen suchten. Bemerkenswert für Berlin ist, dass das Homosexuellendezernat als Verfolgungsinstanz schließlich mit der homosexuellen Emanzipationsbewegung zusammenarbeitete und für einen langen Zeitraum eine Duldungspolitik einleitete. Gleichzeitig bietet die Arbeit einen genauen Einblick in die Entwicklung der Berliner Kriminalpolizei generell und leistet somit einen nicht unerheblichen Beitrag zur Polizeigeschichte zwischen 1848 und 1933.
Prod country
brd

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